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Ich benutze an einem durchschnittlichen Tag mein Handy 3-4 Stunden, dann sitze ich (solange ich nicht auf Fotoproduktion bin) sicher mindestens 6-8 Stunden vor einem Monitor. Dann fahre ich nach Hause und knall mich oft noch vor Netflix, zum einschlafen höre ich Podcasts. Ich umgebe mich also ständig mit Musik, Medien, Fotos, Filmen und Nachrichten. Wo bleibt dann die Zeit für eigene Gedanken? Vielleicht liegt es daran, dass ich seit Monaten keinen Blogbeitrag geschrieben habe.
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Kein Plan B.

Was wäre passiert, wenn meine Mutter mich in der 9. Klasse nicht vom Gymnasium genommen und in die Mittelschule gesteckt hätte? Vielleicht hätte ich mich irgendwie durch das Abitur gequält, hätte vielleicht Informatik studiert und wäre jetzt ein ganz anderer Mensch. Wenn ich in dieser Realschule nicht gewesen wäre, hätte ich vielleicht nie meine Liebe zum Hiphop entdeckt, hätte mich vielleicht nie mit Worten hätte wehren müssen, hätte vielleicht auch ein paar Mal weniger Prügel meiner Mitschüler kassiert.
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Jedes Jahr ein Fotobuch VI

Eigentlich kann ich es gar nicht so richtig glauben, wie schnell das letzte Jahr vorbeiging. Zack schon ist man wieder dabei ein neues Jahrbuch zu erstellen. Aber wie gehe ich dabei vor? Immerhin bilde ich mein komplettes Jahr ab – chronologisch, die ersten Seiten sind im Januar fotografiert, die letzten Seiten im Dezember. Am Anfang steht die Lightroom-Sammlung. Ich lege mir eine Sammlung mit dem Namen Jahrbuch an und gehe dann durch die einzelnen Ordner. Meine Ordner-Struktur ist nach Jahren und dann nach Monaten geordnet.

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33!

33 Jahre. Verdammt. Als ich 20 Jahre alt war, dachte ich immer „diese Männer über 30, man die haben ja schon so viel geschafft im Leben.“ Dann schau ich mich an und denke – „Erm ja, ne geschafft hab ich noch nicht so wirklich was, eher hab ich das Gefühl, dass ich gerade erst Anfange…“ Dann sehe ich Kollegen, Freunde, Bekannte, die mit 25 schon die große Welle reiten. Bei mir gab es nie diese Welle. Eher ein Irrgarten mit einer Menge Sackgassen und steinigen Wegen, ein nie enden wollender Kampf.

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Licht fangen – in Marokko, Marrakesch und Zagora.

Dies soll kein klassischer Reisebericht werden. Die Fakten sind relativ klar. Gutes kleines Hotel, gutes Wetter und eine gute Reisegruppe. Ich weiß nicht, wieso, aber ich hatte, während den 8 Tagen in Marokko ständig das Gefühl, das Licht wäre irgendwie anders als in Deutschland. Viel weicher, viel sanfter. Als würde es die Seele streicheln wollen. Man kennt ja dieses sehr harte Mittagslicht, das gab es zwar auch, aber gefühlt nur zwischen 11 und 14 Uhr. Davor und danach färbte sich alles in einem gelblich roten Schimmer. Wir verbrachten 7 Tage in Marrakesch und unternahmen über Nacht einen Trip über das Atlasgebirge nach Zagora, um dort bei den Beduinen zu schlafen. Der Sternenhimmel, die Stille um uns herum, so was brennt sich in mein Herz. Am nächsten Morgen wurden wir gegen 5-6 Uhr geweckt, um den Sonnenaufgang in der Wüste zu genießen. Wieder dieses Gefühl, das ich diese Momente ewig mit mir herumtragen werde.

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