eine eigene Ausstellung organisieren und aufbauen…

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Ich war in der glücklichen Lage in den letzten 6 Monaten drei eigene Ausstellungen organisieren und ausführen zu dürfen. Dies geschah in 2 von 3 Fällen aus eigenem Antrieb heraus. Samtkind (Menschliche Natürlichkeit), Tafel (Alltag der Tafel) und Leipziger Buchmesse (Uganda – Entebbe eine Herzensangelegenheit). Viele fragen sich vielleicht, wie so etwas abläuft und was man dabei beachten sollte. Heute möchte ich euch zu diesem Thema ein paar Tipps geben.

Warum sollte man ausstellen?

Als neumodischer Fotograf sitzt man die Hälfte seiner Zeit am Computer. Man sieht die eigenen Werke meist nur auf dem Bildschirm. Man hält sie selten in der Hand, doch um dieses Gefühl geht es hauptsächlich. Die eigenen Werke kritisch begutachten, auszuwählen und dann an die Wand zu bringen.

Welche Vorteile hat eine eigene Ausstellung?

Du kommst mit Menschen in Kontakt. Bei einer Vernissage / Finissage kommen Menschen, um deine Fotos zu sehen, sie zu begutachten. Darunter werden sicher viele Freunde sein, viele Bekannte, wenn du es gut machst, sicher auch einige Unbekannte. Du hast die Chance Kontakte zu knüpfen und bekommst reale Kritik, die dir keine Fotocommunity und kein Facebook geben kann.

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Organisation ist alles…

Am Anfang stehen eigentlich immer zwei Fragen: Frage 1: Welche Bilder möchte ich zeigen? Frage 2: Wo stelle ich aus? Die beiden Fragen funktionieren nur zusammen. In einem Blumenladen passen vielleicht Bilder von hübsch fotografierten Blüten besser, als in einer Baufirma. Es muss miteinander harmonieren und kommunizieren. Die 3. Frage, die man sich stellen sollte: Wie möchte ich die Bilder präsentieren? Ich habe zum Beispiel in einem Modeladen meine Bilder an Kleiderbügeln aufgehängt, was zumindest für mich eine gute Symbiose dargestellt hat.

Eine Ausstellung muss nicht teuer sein…

Man kann alles übertreiben. Man kann das teuerste Papier nehmen, die teuersten Rahmen und das exklusivste Catering auftischen. Nur für die erste eigene Ausstellung sollte dies keine Rolle spielen. Schaut euch nach günstigen Alternativen um.

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5 Tipps zur eigenen Ausstellung

  1. Wo? // Habt ihr schon einmal für eine Firma fotografiert? Für ein Ladengeschäft? Gibt es dort noch freie Flächen an der Wand, stehen deine Chancen sicher nicht schlecht. Fragen kostet nichts. Hast du einen Arzt im Bekanntenkreis, brauch er vielleicht neue Bilder an den eigenen Wänden? Einige größere Firmen haben ständig besetzte Ausstellungen. Dort schreibt man sich in eine Liste ein und bekommt dann einen Ausstellungszeitraum mitgeteilt. Es hilft immer, wenn die Menschen deine Bilder schon kennen, das Vertrauen ist größer und man hat eine ganz andere Verhandlungsbasis.
  2. Sponsorensuche // Scheut euch nicht mit Menschen über eure Ausstellung zu sprechen, vielleicht könnt ihr sogar Firmen als Sponsoren dafür begeistern. Dafür bietet ihr vielleicht eine Erwähnung bei der Ausstellung direkt und auf eurer Veranstaltungswebseite. Schreibt die Firmen an, die euch Leinwände / Fotos / Rahmen liefern können und fragt nach Rabatt. Oft rennt man dabei offene Türen ein.
  3. Zeitaufwand // Je mehr Bilder ihr zeigen wollt, umso größer wird der Aufwand, die Fotos zu rahmen und dann aufzuhängen. Spannt euren Freundeskreis mit ein. Ob nun die Freundin ein paar Brötchen schmiert oder ob gute Bekannte ein Bild aufhängen ist dabei relativ egal. Es macht a) mehr Spaß zusammen zu arbeiten und b) stellen diese Menschen, die euch helfen, einen Multiplikator für eure Ausstellung dar.
  4. regionale Werbung // Macht einen kleinen Flyer und legt ihn in der Nähe der Ausstellung aus (bei Flyeralarm kosten 250 Stück ca. 30-40€). Schaut doch mal, ob es regionale Blogs bei euch in der Stadt gibt. Dort gezielt Werbung für eure Ausstellung zu schalten, bringt euch unbekanntes Publikum und erweitert die Aufmerksamkeitsspanne. Schreibt kleine Anzeigeblätter in eurer Umgebung an, denn diese sind über etwas „Kunst“ in ihrer Zeitung meist auch sehr erfreut.
  5. Leipzig // In meiner Heimatstadt hab ich natürlich besondere Tipps für euch parat. Kleinere Formate und sehr unkompliziert könnt ihr euch bei Augenfutter in Gohlis ausdrucken lassen. Sobald es um größere Leinwände geht, gibt es in Leipzig Ronny von kreativ-drucke.de. Er hilft euch bestimmt bei eurer Anfrage weiter und wenn ihr Glück habt, könnt ihr sogar dabei zuschauen, wie eure Bilder zum Leben erweckt und auf Leinwand gezogen werden.